Glossar

Auf dieser Seite, die ständig ergänzt wird, werden Begriffe aus der Website erläutert

AHA
Abkürzung für American Heart Association

Allogene Transplantation
Bezeichnung für Fremdtransplantation im Gegensatz zur Eigentransplantation (Autologe Transplantation)

Apoptose
Programmierter Zelltod; wird durch genetische Information der betreffenden Zelle reguliert; tritt nach irreversiblem Ausfall der Zellfunktion auf und ist eine morphologische Veränderung der Zelle.

Antigen
Abkürzung Ag. Substanz, die von einem Organismus als fremd erkannt wird und eine spezifische Immunantwort (Bildung von Antikörpern oder immunkompetenten Lymphozyten) auslöst.

Antikörper
Engl. antibodies. Eine heterogene, zu den Gammaglobulinen gehörende Gruppe von Glykoproteinen (Immunglobuline): A, D, E. Schreibweise: IgA. Sie sind die Träger der humoralen Immunität.

B-Zellen
Lymphozyten, die im frühen Stadium im Knochenmark geprägt werden und in der Lage sind, Antikörper abzusondern.

Blot
Membran (meist aus Nitocellulose)mit transferiertem Material, z.B. Protein.

CD
engl. cluster of differentiation

CD4-Rezeptor
Abkürzung für cluster of differentiation 4. Es handelt sich um ein Glykoprotein, das an der Oberfläche der Zellen des Immunsystems vorkommt. Tests, die die Anzahl der Zellen bestimmen, die dieses Molekül tragen, erlauben Einblicke in den Zustand des Immunsystems.

CD8+
Abkürzung für cluster of differentiation 8, bezeichnet eine cytotoxische T-Zelle

Chemokine
Abkürzung für chemotaktische Zytokine. Es handelt sich um Signalproteine, die bei Zellen Wanderungsbewegungen auslösen. Sie spielen eine große Rolle bei der Wanderung von Immunzellen im Gewebe und bei deren Auswanderung ins Blut. Die Produktion der etwa 50 bekannten Chemokine erfolgt in den Immunzellen und Gewebezellen. Man unterscheidet inflammatorische und homöostatische Zytokine. Letztere werden ständig produziert, während erstere sich bei Verletzung, Entzündung oder Infektion bilden.

Cholangitis
Entzündung der Gallenwege

DNA/DNS
Die Desoxyribonukeinsäure DNS (deoxyribonucleic acid = DNA), ist eine Nukleinsäure in Form einer Doppelhelix. Sie enthält genetische Informationen für die biologische Entwicklung der Zellen und einigen Viren.

Durchflusszytometrie
Eine Schlüsseltechnologie für die Analyse von Zellen bzw. Zellbestandteilen (Größe und Differenzierung). Die Messung erfolgt über Lichtstreuung, siehe Eintrag "FACS".

Effektor
Bezeichnung für eine (biochemische) Substanz, die eine Enzymaktivität reguliert.

ELISA
Abkürzung für enzyme-linked immuno sorbent assay. Bezeichnung für ein immunologischen Nachweisverfahren (Assay), das auf einer enzymatischen Farbreaktion basiert. Der ELISA gehört zur Gruppe der Immunassay-Verfahren.

Epitop
Bezeichnung für den speziellen antigenen Ort auf einer Moleküloberfläche; wird durch das Paratop (Antigenbindungsstelle) des entsprechenden Antikörpers spezifisch gebunden.

Eukaryont
Im Eukaryont ist das genetische Material (Chromosomen) in einem Kern zusammengefasst. Der Kern wird durch eine Kernmembran vom Zytoplasma getrennt.(Unterschied zu Prokaryont). Eukaryonten entwickeln sich immer aus zellkernhaltigen Ausgangszellen.

Expression
Abkürzung für Genexpression. Mit Expression wird zum einen die Ausprägung der genetischen Information - Gen, DNA - zum Phänotyp einer Zelle oder eines Organismus, zum anderen aber auch die Synthese von Proteinen (Proteinbiosynthese) aus genetischen Informationen bezeichnet.

FACS
Abkürzung für fluorescence-activated cell sorter. Geschützter Handelsname der Fa. Becton Dickinson. Es handelt sich um Geräte, die die automatisierte Durchführung der Immunzytometrie im Durchflussverfahren erlauben (Durchflusszytmometrie). Gemessen werden die optischen Signale, die eine Zelle aussendet, wenn sie einen Laserstrahl passiert.

Gammaglobulin
Früher Bezeichnung für Immunglobuline Ig: Teile des Blutplasmas, das überwiegend Antikörper enthält.

Gen
Als Gen wird ein Abschnitt auf der DNS bezeichnet, der die Grundinformation zur Herstellung einer biologisch aktiven Ribonukleinsäure (RNS) enthält. Bei diesem Herstellungsprozess (= Transkription) wird eine Negativkopie in Form der RNS hergestellt.

Genom
Mit Genom wird die Gesamtheit der vererbbaren Nukleinsäure eines Organismus, eines Organell, einer Zelle, eines Virus bezeichnet.

Glomerulonephritis
Entzündung der Nierenkörperchen in der Niere. Die Glomerulonephritiden sind eine Untergruppe der glomerulären Erkrankungen (Glomerulopathien).

Glykoproteine
Bei den Glykoproteinen handelt es sich um Makromoleküle, Proteine an verschiedenen Zuckern und anderen Bestandteilen. Zu den Glykoproteinen gehören Plasma- und Membranproteine, Hormone, Immunglobuline und Interferone. Letztere sind Bestandteile des Immunsystems.

Hapten
Meist niedermolekulare, chemisch definierbare Substanz. Löst in einem Organismus, der zuvor nicht zuvor mit ihr in Kontakt gekommen ist, ein Immunantwort aus. Weist eine bestimmte Struktur auf und reagiert mit spezifischen Antikörpern.

HLA
Abkürzung für human leucocyte antigen system; dt. humanes Leukozytenantigen-System, bezeichnet den humanen Haupthistokompatibilitätskomplex. HLA-Antigene dienen zum einen der Bestimmung der Histokompatibilität, die für den Erfolg von Transplantationen wichtig ist. Zum anderen kommt den HLA-Antigenen durch die HLA-Typisierung Bedeutung zu, da bekannt ist, dass viele Krankheiten mit bestimmten HLA-Antigenen assoziiert sind. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf das Krankheitsrisiko ziehen.

Ig
Immunglobulin, Antikörper

Immundiagnostik
Erfassung des Immunstatus des Erkrankten.

Immunprophylaxe
Anwendung spezifischer Antikörper gegen Tumorantigene, Immunstimmulanzien.

Immunsuppression
Unterdrückung immunologischer Prozesse. Ein Vorgang, der medizinisch eingesetzt wird, um unerwünschte Reaktionen des Immunsystems z.B. nach Organtransplantation oder bei starker allergischer Reaktion mittels Medikamenten in Gang gesetzt wird.

ISHLT
Abkürzung für International Society for Heart and Lung Transplantation.

Knockout-Maus
engl.: knock-out = außer Gefecht setzen. Bezeichnung für eine Maus, bei der mittels einer genetischen Manipulation (= Gene targeting) ein oder mehrere Gene gezielt deaktiviert wurden (= Gen-Knockout). Mit Hilfe der genetisch veränderten Tiere können beispielsweise biologische Mechanismen untersucht werden.

Lymphozyten
Kleine weiße Blutkörperchen (Leukozyten) mit großem, chromatindichtem, runden Kern. Sie stammen von pluripotenten Stammzellen im Knochenmark ab und werden im Knochenmark, Lymphknoten, Thymus und Milz gebildet und gelangen hauptsächlich über die Lymphbahnen ins Blut.

MAGE-Antigene
Tumorantigene: Tumorassoziierte oder tumorspezifische Antigene; Antigene, die im Zellkern von Tumorzellen neu auftreten und auch im Serum von Tumorpatienten nachweisbar sind.

Mediatoren
Biomoleküle der interzellulären Kommunikation mit parakiner (in die unmittelbar benachbarte Region absondernden) Wirkung.

Mikrosatelliten
Synonyme: SSR - Simple Sequence Repeats oder auch SSLP - Simple sequence length polymorphism. Mikrosatelliten sind kurze, nicht kodierende DNA-Sequenzen, die im Genom eines Organismus oft wiederholt werden. Mikrosatelliten können zur Genanalyse verwendet werden, da die Anzahl der Wiederholungen sich bei verschiedenen Individuen unterscheidet. Bei der enzymatischen Spaltung mit einem Restriktionsenzym werden DNA-Fragmente unterschiedlicher Länge hervorgebracht. Auf diese Weise können Polymorphismen in der DNA festgestellt werden.

Multiple Sklerose
Entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Vermutlich eine Autoimmunkrankheit, d.h. Angriff körpereigener Abwehrzellen auf die gegen die Myelinscheiden der Nervenzellfortsätze.

Paratop
Antigenbindungsstelle; bezeichnet den antigenbindenden Teil der T-Zell-Rezeptoren, bezeichnet auch den sterisch komplementär zum Epitop geformten Teil des Antikörpers.

PCR
Abkürzung für Polymerase Chain Reaction = Polymerase-Kettenreaktion. PCR gehört zu den wichtigsten molekulargenetischen Verfahren der modernen Molekularbiologie. Sie wird angewandt, um die Erbsubstanz DNA in vitro zu vervielfältigen. Dazu wird ein Enzym verwendet, die DNA-Polymerase. Anwendungsgebiete für PCR in biologischen und medizinischen Laboratorien sind z. B. die Erkennung von Erbkrankheiten und Virusinfektionen, das Erstellen und Überprüfen genetischer Fingerabdrücke, das Klonieren von Genen und für Abstammungsgutachten.

Plasmid DNA
Als Plasmide werden kleine, in der Regel ringförmige, autonom replizierende, doppelsträngige DNA-Moleküle verstanden, die in Prokaryonten, aber auch in Eukaryonten vorkommen können, aber nicht zum Bakterienchromosom zählen, also extrachromosomal vorliegen.

Polymorphismus
gr. Polymorphismos "Vielgestaltigkeit". Bezeichnung in der Genetik für das Auftreten von unterschiedlichen Phänotypen in einer Population, die auf verschiedene Allele von Genen zurückzuführen sind. Weitere Synonyme sind Polymorphie, Heteromorphie und diskontinuierliche Vielgestaltigkeit.

Prokaryont
Als Prokaryont wird ein Organismus bezeichnet, in dem das genetische Material der Zelle in Form eines Pronukleus organisiert ist. Zu den Prokaryonten zählen die alle Bakterien, Blaualgen und Mykoplasmen.

Proteine
In der Umgangssprache Einweiß genannt. Proteine gehören zu den Grundbausteinen der Zellen, es sind Makromoleküle, die hauptsächlich aus Aminosäuren bestehen. Diese Aminosäuren sind durch Peptidbindungen zu Ketten verbunden.

Real-time RT-PCR System
Abkürzung für Polymerase Chain Reaction: Diese Untersuchung zählt zu den wichtigsten Methoden der Molekularbiologie. Sie wird eingesetzt, um einen kurzen, genau definierten Teil eines DANN-Stranges in vitro zu vervielfältigen.

Rekombination:
Bildung neuer Genkombinationen aus genetisch verschiedenen Genomen.

RoboSep Cell Separator
Bezeichnung für einen vollautomatischen Separator der Fa. STEMCELLS Technologies zur Zelltrennung.

RPGN
Abkürzung für rapid-progressive Glomerulonephritis. Glomerulonephritis bezeichnet die Entzündung der Nierenkörperchen (Glomerulum, Mehrzahl Glomeruli) in der Niere. Unterschieden werden verschiedene Formen der Glomerulonephritis, die in ihrer Gesamtheit zu den häufigsten Ursachen der chronischen Niereninsuffizienz gehören.

Sequenz
Bezeichnet die Abfolge der DNA-Bausteine, wie sie aus der DNA-Sequenzierung entziffert werden kann.

SIT
Abkürzung für Spezifische Immuntherapie.

T-Lymphozyten
Kurzbezeichnung: T-Zellen: Bezeichnung für eine Gruppe von weißen Blutzellen, die der Immunabwehr dient. T-Lymphozyten stellen gemeinsam mit den B-Lymphozyten die erworbene (adaptive) Immunantwort. Das T im Namen steht für den Thymus, in dem die Zellen ausreifen.

Transduktion
Bezeichnet in der Genetik den Gentransfer, d.h. die Übertragung eines Bruchstückes des genetischen Materials eines Bakteriums durch Viren auf ein anderes Bakterium. Transduktion spielt bei der Übertragung von Resistenzgenen eine große Rolle.

Tumorantigene
Tumorassoziierte oder tumorspezifische Antigene, die im Zellkern, Zytoplansm oder auf der Oberfläche von Tumorzellen neu auftreten; häufig auch im Serum von Patienten nachweisbar.

Tumor-Immunologie
Teilgebiet der Immunologie; befasst sich mit immunologischen Vorgängen, die an der Entstehung, dem Verlauf und der Abwehr bzw. Bekämpfung von bösartigen Erkrankungen (Tumoren) beteiligt sind.

Vakzine
Impfstoff aus lebenden, in ihrer Virulenz abgeschwächten oder inaktivierten Krankheitserregern oder aus entgifteten Toxinen bzw. Toxoiden von Erregern. Ein Vakzin ist ein biologisch oder gentechnisch hergestelltes Antigen. Im Rahmen einer Impfung soll das Immunsystem aktiviert werden hinsichtlich eines bestimmten Erregers oder einer Erregergruppe.

Western Blot
Untersuchungsmethode der Mikrobiologie zum Transfer von Proteinen, DNA, RNA auf eine Membran (Blot).